Regeln Kunstradfahren

Was ist Kunstradfahren?

Kunstradfahren ist eine sehr ästhetische Sportart, vergleichbar mit Eiskunstlauf oder Kunstturnen. Die Sportler entwickeln dabei Fähigkeiten wie Geschicklichkeit, Gleichgewicht, Gewandtheit, Konzentration und Mut.

In einer 5-Minuten-Kür wird den Zuschauern und Kampfrichtern ein breites Spektrum von verschiedenen Übungen auf dem Rad dargeboten. Wettkämpfe werden auf der Grundlage eines weltweit gültigen Reglements durchgeführt. Höhepunkt einer Saison bildet alljährlich die Weltmeisterschaft.

Bewertung von Kunstradfahren :

Die Wettkampfregeln sind in einem weltweit gültigen Reglement festgeschrieben. Dieses Regelbuch nennt für jede Wettkampfdisziplin - Einer-, Zweier-, Vierer- und Sechser-Kunstradfahren - jeweils 150-200 verschiedene Übungen. Aus diesem festgelegten Repertoire stellt der Sportler seine Kür mit einer festgelegten Anzahl von Übungen zusammen und kann zudem seine Begleitmusik frei wählen.

Die maximale Zahl von Übungen umfasst:

  • im Einer 30 Übungen
  • im Zweier 25 Übungen (mindestens 8 auf 2 Rädern, maximal 15 auf einem Rad)
  • im Vierer und Sechser 25 Übungen.

Je nach Schwierigkeitsgrad erhält man für jede Figur eine bestimmte Punktzahl, die im Fachjargon als Wertungsziffer bezeichnet wird. In der Addition der einzelnen Programmteile ergibt sich somit eine Schwierigkeitspunktzahl, die über die Startreihenfolge entscheidet. Der Fahrer mit der höchsten aufgestellten Gesamtpunktzahl geht zuletzt an den Start. Die Bewertung wird getrennt in Ausführung, d.h. Form der Darbietung und Schwierigkeit (Inhalt).

Die Präsentation einer Übung kann in verschiedenen Längen sein. Der/die Sportler hat die Wahl auf halbe Runde, ganze Runde, voller Kreis, einem S oder eine volle acht.

Durch taktische Übungen kann die eingereichte Punktzahl erhöht werden. Dies funktioniert z.B. durch eine Erhöhung der Anzahl von Lenkerdrehungen oder von 5 - 10 fachen Drehsprung erfolgen.